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Bedienmodell — Fokus, Routing, Status

Wie der Mensch die Belegschaft bedient — die Logik hinter dem visuellen ux-konzept. Stand der Erkenntnisse aus dem Wireframe-Review (wireframes/mitarbeitermodus.html, Frames 01 / 01a / 01b / 03 / 04).

Leitprinzip: Fokus schlägt Raten

Es gibt immer genau einen sichtbaren, expliziten Adressaten. Das System rät nie aus dem Gesprochenen, welcher Mitarbeiter gemeint ist — das wäre nicht zuverlässig genug, und Fehlrouting in einem autonomen System ist teuer. Routing-Signal ist der aktuell ausgewählte Mitarbeiter. Damit ist Routing-Zuverlässigkeit kein Risiko mehr.

Zwei Zustände der Leiste

  1. Roster-Leiste (Standard) — zeigt die aktiven Mitarbeiter. Der Standard- Assistent ist dabei einfach Mitarbeiter Nr. 1 — kein Trennstrich, keine Sonderbehandlung (Trennstriche verwirren nur).
  2. Auswahl-Leiste — Klick auf einen Avatar wählt genau diesen Mitarbeiter: Zurück-Pfeil, Avatar, Name, Status-Zeile, Mic (direkt antworten) und „Öffnen ↗" (→ Detail). Kein großes Fenster nötig.

Klick-Logik: Avatar → auswählen · Mitte/Status → Übersicht · „Öffnen" → Detail · Zurück-Pfeil → Roster.

Die Status-Zeile (zentrale Erkenntnis)

Die Zeile in der Auswahl-Leiste ist nicht die rohe Chat-Nachricht (oft lang, sähe abgeschnitten seltsam aus) und kein separater Zusammenfassungs-Request (Kosten/Latenz/Fehlerquelle). Sie ist eine kurze Status-/Log-Schlagzeileworan er arbeitet bzw. was ansteht, nicht generisch „denkt nach". Zwei Quellen, beide gratis:

  • Während der Arbeit: die neueste Zeile des Aktivitäts-Logs. Das Agent SDK / Claude Code emittiert ohnehin kurze Schritt-/Tool-Zeilen („prüfe 142 Belege", „fasse PDF 3/5 zusammen") — dieselbe Quelle wie der Gedankenstrom im Detail.
  • Bei Rückfrage / Ergebnis: der Agent liefert selbst ein kurzes Status-Feld mit (z. B. status: „Freigabe nötig: 3 Belege") zusätzlich zur vollen Begründung. Teil seiner ohnehin erzeugten Antwort — kein Extra-Call. Leiste zeigt das Status-Feld, Detailfenster den vollen Text.

Status-Zeilen-Konvention: Dass jeder Agent ein kurzes Status-Feld ausgibt, ist Teil der Basis-Agenten-Konfiguration, die 2Key mitinstalliert (System-Prompt / CLAUDE.md pro Mitarbeiter). Siehe architektur und mitarbeiter-modell.

Auswählen vs. Öffnen

  • Auswählen lohnt sich nur, weil die Status-Zeile dort steht: schneller Blick + kurze Antwort/Auftrag, ohne großes Fenster. Ohne die Zeile wäre Auswählen blind — dann würde man gleich öffnen.
  • Öffnen (Detail) für den ganzen Verlauf + den live laufenden Gedankenstrom — also echtes Mitlesen oder längeres Arbeiten.

Mikrostatus (pro Mitarbeiter)

wartet · denkt · arbeitet · braucht dich · fertig. Zwei Schärfungen:

  • „braucht dich" = nur Entscheidung/Freigabe, nicht „fertig".
  • „fertig" = erledigt und noch nicht angesehen (transient; verschwindet nach dem Ansehen — kein Dauerzustand).

Mehrere „braucht dich"/„fertig" werden gestapelt — das ist die Benachrichtigungs- Fläche, nicht die Auswahl-Mechanik.

Lebendigkeit ist ein Feature, kein Beiwerk

Über das SDK kommen viele Status-Updates. Genau das gibt — wie bei Claude Code — das Gefühl „da passiert gerade etwas" und federt die lange Laufzeit der Agenten ab. Status-Zeile + animierte Mikrostatus sind das Gegengift gegen „App hängt".

Tunnelblick-Schutz

Ist man in einen Mitarbeiter „eingetaucht" (Auswahl/Detail), sollen andere, die fertig werden / dich brauchen, trotzdem auffallen — z. B. ein Zähler am Zurück-Pfeil.

Offene Punkte

  • Roster-Mic → Standard-Assistent? (Empfehlung: ja — schnelles Sprechen ohne Klick) vs. „im Roster gar nicht sprechen, immer erst wählen".
  • Delegation: Der Standard-Assistent kann auf Bitte an einen Fachmitarbeiter übergeben — aber mit sichtbarer Übergabe, nie stilles Routing. Primärmechanik bleibt explizite Auswahl.