Das Mitarbeiter-Modell
Was technisch hinter einem „KI-Mitarbeiter" steckt — und warum die LLM-Wiki-Struktur ihn stark macht.
Ein Mitarbeiter = ein Ordner mit Struktur
Jeder Mitarbeiter ist ein Projekt-Unterordner unter einem vom Nutzer angelegten Root-Verzeichnis. In diesem Ordner lebt nach dem Karpathy-Muster:
<root>/
└── <mitarbeiter>/ z. B. "recherche", "marketing", "buchhaltung"
├── CLAUDE.md Rolle, Auftrag, Arbeitsweise, Grenzen (das Schema)
├── wiki/ gepflegtes Wissen des Mitarbeiters (er besitzt es)
├── quellen/ Rohmaterial, das er bekommt (unveränderlich)
└── <arbeitsergebnisse> was er produziertDas ist dieselbe Struktur, in der dieser Workspace selbst gebaut ist — wir essen unser eigenes Hundefutter. Der Mensch kuratiert und denkt; der Mitarbeiter führt Buchhaltung über sein eigenes Wissen.
Warum die Struktur der Hebel ist
- Kontext statt Wiederentdeckung. Anders als reines RAG (jede Frage von vorn) akkumuliert der Mitarbeiter Wissen in seinem
wiki/. Je länger er existiert, desto besser kennt er seinen Bereich — wie ein echter Mitarbeiter. - Rolle = Fokus = Qualität. Eine
CLAUDE.mdmit klarer Rolle schneidet den Kontext zu. Ein „Marketing"-Mitarbeiter mit Marken-Wissen liefert besser als ein Allzweck-Chat. Das ist der Unterschied, den die meisten Nutzer selbst nicht herstellen können — und genau das nimmt 2Key ihnen ab (siehe onboarding). - Parallelisierbar. Weil jeder Mitarbeiter eigenen Ordner + Kontext hat, können mehrere gleichzeitig laufen, ohne sich zu stören (so arbeitet der Gründer schon heute manuell: mehrere Sessions in verschiedenen Unterordnern). Das ist die technische Grundlage der sichtbaren Belegschaft.
Mitarbeiter vs. Worker vs. Orchestrator
- KI-Mitarbeiter — die Identität (Ordner, Rolle, Gedächtnis). Bleibt.
- Worker — eine laufende Ausführung an einer Aufgabe. Kommt & geht; ein Mitarbeiter kann mehrere parallel haben (Agent-SDK-Subagenten, siehe architektur).
- Orchestrator — die Leit-Ebene, die Aufträge verteilt und Status bündelt. Heute der Mensch (an der Pille); später optional ein Agent, mit dem man spricht und der intern delegiert.
Abgrenzung zu Workflow-Automation (n8n & Co.)
Agentische Mitarbeiter ersetzen das brüchige, vordefinierte Verketten von Schritten für variable, urteilslastige, seltene Aufgaben — der Mitarbeiter denkt sich den Weg selbst aus. Für deterministische, hochfrequente, latenzkritische Pipelines bleibt klassische Automation besser. Positionierung: 2Key ersetzt das Glue-Work zwischen Tools, nicht jede Pipeline. (Mehr in wettbewerb.)